tanztheater verena weiss > klezmer

in koproduktion mit dem lucerne festival (sommer) 2008, welches dieses jahr das thema tanzmusik beleuchtet, zeigt am 14.08.2008 das tanztheater verena weiss im kkl [luzern] die premiere des tanztheaters klezmer.

inspiriert für ihre choreografie wird verena weiss vom ablauf einer traditionellen jüdischen hochzeit im osteuropa des 19. jahrhunderts. auf einer solchen hochzeit, die bis zu einer woche dauern konnte, spielten die klezmorim eine inte­grale und ordnende rolle. vom abschied der brautleute aus ihrer jugendzeit über das beklagen der toten, die trauung selbst, die bankett- und tanzmusik bis hin zum abschiednehmen ist die musik hier strukturgebend. sie evoziert gefühlszustände verschiedenster art und beschwört somit im laufe der feier ein gesamtes menschenleben von der kindheit über das erwachsenwerden, die partnerschaft, das altern und den tod. verena weiss lässt sich, ähnlich wie die brautleute und deren gäste, von der klezmer-musik und ihren vielen verschie­denen stimmungen tragen und verdichtet die gefühlszustände, die unmittelbar stationen des menschlichen lebens repräsentieren, zu einer choreografie.

der 26-jährige klarinettist david orlowsky und sein trio klezmorim verbinden elemente aus klezmer, klassik und jazz virtuos und facettenreich zu einem neuen musikstil. von giora feidman als 16-jähriger entdeckt, zählt er mittlerweile zu den aussergewöhnlichsten klarinettisten seiner generation. zusammen mit dem kontrabassisten und komponisten florian dohrmann gründete er 1997 «david orlowskys klezmorim», heute mit jens-uwe popp an der gitarre. die musik des trios entwickelte sich schnell vom traditionellen klezmer zu einer neuen musik, die sich durch ihren kammermusikalischen ansatz sowie einflüsse aus jazz und osteuropäischer musik auszeichnet. nach und nach entwickelte der ensembleklang seine einzigartigkeit, geprägt von den kompositionen orlowskys und vor allem florian dohrmanns, aus dessen feder der grossteil des repertoires stammt.

quelle: luzernertheater.ch

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