sphärische sounds…

…oder: radiohead im amphitheater von avenches.

eindrücklich. so ein prallgefüllter römertopf. gespickt mit erwartungsfrohen menschen von allen ecken und enden. und wie leider immer öfter: vielen tickethaien vor den eingangstüren (von denjenigen in den internet-tauschbörsen und -auktionen will ich schon gar nicht reden!).

zur einstimmung gibt es französische sprachsamples, bis die gesamte band – mit rhythmusinstrumenten bestückt – loslegt und einen wilden, stampfenden groove losbricht. was danach folgt, ist musik vom feinsten, stark rhythmuslastig, teilweise sphärisch.

thom yorke ist ein begnadeter performer – auf seine weise. er scheint im hier und jetzt aufzugehen und nichts ausser seiner musik wahrzunehmen, zu atmen, zu leben. sein gesicht widerspiegelt seine leidenschaft. seine stimme kennt den blues – und den soul.

die musik von radiohead zieht dich in einen sog, der dich nicht mehr loslässt und erst am ende des konzertes – staunend und zufrieden – in einem wahren hexenkessel wieder ausspuckt. die magie verblasst. zaghafte regentropfen benetzen dich und du weisst: es war gut…

und so hat das aus der nähe ausgesehen:

deine meinung?