redeem & the delilahs > review

der erste akt des samstäglichen konzertabends in der galvanik stand ganz im zeichen der frauenpower. mit the delilahs stand eine hoffnungsvolle nachwuchsband auf der bühne. zwar hat das damentrio (muriel: gesang und bass / isabella: gitarre / sonja: schlagzeug) schon für viel wirbel gesorgt, aber ein album fehlt noch. was heutzutage nicht wirklich ein manko ist, kann man dies doch durch downloads wettmachen.

live spielen the delilahs munter drauflos und haben mit let's tango einen überdurchschnittlichen song im repertoire. ansonsten wird vieles aus der musikgeschichte zitiert, aber durchaus auf eine erfrischende art und weise.

dann die eigentliche attraktion des abends: redeem! auch ein trio, aber diesmal 3 mannen (stefano: gesang und gitarre / pascal: bass / reto: schlagzeug). verstärkt durch einen zusätzlichen gitarristen. im oktober haben sie das erste album eleven veröffentlicht. es bietet knackigen, harten rocksound wenn auch – für meinen geschmack – etwas zu glattpoliert. deshalb war ich auch sehr auf den ersten liveauftritt mit dem neuen material gespannt. stefano war vor dem auftritt nervös, wie er mir gesagt hat. allerdings war ihm das auf der bühne nicht anzumerken. dies obwohl die band vor allem zu beginn des gigs mit tonproblemen zu kämpfen hatte. das gesangsmikro war nicht offen, es gab viel feedback. aber dies hat sich ab dem zweiten song gebessert.

der livesound von redeem ist druckvoll und präzise auf den punkt gespielt. was auf konserve etwas steril klingt, überzeugt live durch – eben – leben. stefano überzeugt mit kraftvoller, wandlungsfähiger stimme und guter bühnenpräsenz. reto am schleugzeug hält das schlachtschiff redeem auf kurs, mit taktgenauem, hartem schlagzeugspiel.

man kann dem trio nur zu diesem auftritt gratulieren (die soundtechnischen mängel müssen dem mischer angelastet werden) und sich auf weitere auftritte freuen. rock on…

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