red hot chili peppers > review

sie gelten als eine der heissesten live-acts im rock-business. die red hot chili peppers! man könnte sagen: nomen est omen!

am sonntagabend waren sie – nach 3 jahren – mal wieder zu gast in der schweiz – oder genauer: im hallenstadion.

vor ort stellt man fest: die chili peppers scheinen sich ein neues publikum erobert zu haben. ältere semester findet man – zumindest auf den stehplätzen – nur spärlich. und das neue, jüngere publikum scheint seine idole nicht einmal zu erkennen, wenn sie direkt vor ihnen stehen. denn: john frusciante, der rhcp-gitarrist , schaute eine ganze zeit lang der support-band mike watt and the missingman zu. dabei stand er knapp drei meter von der 1. reihe entfernt auf der bühnenseite und dehnte hände und arme und war ganz in sich versunken. einzig die ungewohnte brille, brachte auch mich ins grübeln. aber hey, einen john frusciante sollte man auch im dunkeln erkennen.

die red hot chili peppers waren bester laune und spielfreudig, wurden aber des öfteren durch technische pannen ausgebremst. zuerst war es der gitarren-monitor von john der streikte, dann der bass-monitor von flea. allerdings war flea nicht ganz unschuldig am ausstieg seines monitors. er hat sich nämlich während des konzerts zur seite geschlichen und sich in einen pappbecher erleichtert (yeah, that's rock 'n' roll!). diesen aber dummerweise über sein equipment ausgeschüttet. das hat offenbar zu einem kurzschluss in der elektronik geführt. elfen.ch war live dabei und hat's gesehen…

solche kleinigkeiten bringen die peppers nicht aus der ruhe. flea spielt wie selbstverständlich, ein – wie ein werbeunterbruch klingendes – intermezzo mit bass und gesang, wenn john mit den tücken der technik kämpft. und john frusciante spielt mal kurz ein solostück, wenn der bass ausfällt. so geht das.

auffällig war, dass während des ganzen konzerts heisser tee für anthony kiedis angeliefert wurde, aber seiner stimme war eine allfällige erkältung nicht anzumerken.

tja, noch eine story aus dem nähkästchen habe ich anzubieten. herzerwärmend war es anzusehen, als kurz vor schluss des konzertes seine verlobte mit dem gemeinsamen baby sunny bebop auf der bühnenseite auftauchte. sunny machte ihrem namen alle ehre und spornte den sichtlich stolzen papi zu zusätzlichen kapriolen an. selbst der ansonsten eher verbissen wirkende gesichtsausdruck von flea machte einem breiten grinsen platz…

…und ich lächelte mit! das encore wurde dann von chad smith mit einem schlagzeug-solo eröffnet und auch er konnte sich – für einmal – in den mittelpunkt des geschehens rücken. alles in allem kann man sagen, daumen hoch. die chili peppers rocken noch immer und selbst technische pannen – und nur allzu menschliches 😉 – vermögen sie nur kurz zu irritieren.

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