grandezza auf der piazza

die piazza grande in locarno war gestern abend prall gefüllt mit erwartungsfrohen menschen.

die kulisse: idyllisch. die luft: aufgeheizt. die aussichten: prächtig. das konzert: phänomenal.

so lässt sich ein konzertabend mit depeche mode im herzen von locarno in kurzen worten beschreiben. aber das ist nicht das ziel, deshalb hier ein ausführlicher bericht:

zuerst die setliste des gestrigen abends…

intro

  • a pain that i'm used to
  • a question of time
  • suffer well
  • precious
  • walking in my shoes
  • stripped*
  • home
  • it doesn't matter two**
  • in your room*
  • john the revelator
  • i feel you
  • behind the wheel
  • world in my eyes
  • personal jesus
  • enjoy the silence

encore

  • leave in silence**
  • photographic*
  • never let me down again

der anfang des konzerts war mit a pain that i'm used to derselbe, wie auch schon bei den beiden hallenkonzerten und auch danach wurde weitestgehend auf bewährtes – sprich bei den schweizer hallenkonzerten gespieltes – zurückgegriffen, wenn auch in veränderter reihenfolge. der erste track der nur bei open airs gespielt wurde, war dann stripped. zum ersten mal – ich beziehe mich auf diesjährige schweizer dm-konzerte – wurde it doesn't matter two gespielt und zwar exakt an der stelle, an der beim greenfield festival irrtümlich das band von john the revelator gestartet wurde.

irgendwie schien auch gestern kurz verwirrung zu herrschen und martin musste anweisungen via mikrophon geben. auch das folgende in your room wurde in genf und zürich nicht gespielt. ab i feel you wurden wieder songs und songfolge wie bei früheren gigs beibehalten. mit leave in silence folgte zu beginn der zugabe, der zweite erstmals in diesem jahr in der schweiz zu hörende track. danach folgte das gegenüber den hallenkonzerten neue photographic und zum ausklang wurde never let me down again gespielt.

dave gahan war bester laune, seine stimme kräftig und er kommunizierte – und flirtete – geschickt mit dem zahlreichen publikum. allerdings war er offenbar beim vorstellen der bandmitglieder etwas verwirrt (oder ich?). so hat er zwar den drummer gleich zweimal genannt, aber dafür martin vergessen.

martin l. gore spielte gewohnt gekonnt und introveriert. bei seinen (gesangstechnischen) solo-einlagen klang er ausdrucksstark und einfühlsam.

andrew fletcher? würde man ihn wirklich vermissen, wenn er einmal fehlen würde? klar doch. wer sonst kann seiner begeisterung für kulisse und atmosphäre so ausdruck verleihen wie er? als dave ihn vorstellte, breitete er einfach sein arme aus und hüpfte – zufrieden und begeistert zugleich – zwei- dreimal auf und ab. noch irgendwelche fragen?

deine meinung?