aus der traum

oder: der kater danach.

was haben wir uns nicht alles erträumt?

die ukraine war schon bald nicht mehr das thema, sondern das aufeinandertreffen mit italien – im viertelfinal. die squadra azzurra sollte geschlagen werden. danach würden wir norditalien anektieren – falls es nicht freiwillig zu uns überlauft – und uns damit einen zugang zum mittelmeer verschaffen. schliesslich muss die verwandlung der schweizer in ein mediterranes volk auch geografisch und politisch nachvollzogen werden. die schweiz – eine segel- und fussballnation die sich neu orientiert. blob. die blase ist geplatzt. wie der ball – beim elfmeter von barnetta – an der querlatte (war nicht so, gibt aber ein schönes bild ab). und aus.

gestern durften die italiener hupen, schliesslich hat totti einen elfmeter versenkt, was den schweizern bei drei anläufen nicht gelang. so ist das penaltyschiessen halt. eine lotterie mit einem glücklichen gewinner. diesmal war es leider nicht die schweizer fussball-nati. beinahe gespenstisch war es, all die vielen schweizer fans auf dem nachhauseweg zu beobachten. geschlagen, mit hängenden köpfen steuerte man das traute heim an. nach dem nichteintreten des kollektiven jubels, suchte man die abgeschiedenheit der einsamen trauer.

berlin wir kommen. berlin wir kommen nun doch nicht. berlin wir kommen. bern wir kommen. erst in zwei jahren. die welt kann warten – nicht aber europa.

deine meinung?