alexandra bachzetsis & yan duyvendak > mainstream

mainstream eine performance von und mit alexandra bachzetsis & yan duyvendak feiert am 10.05.2007 im theaterhaus gessnerallee [zürich] premiere.

es ist die immer gleiche essenz aller geschichten, von der klassischen tragödie bis zur grossen hollywood-kiste: die sich auflösende beziehung zwischen frau und mann.

in "mainstream" dechiffrieren alexandra bachzetsis und yan duyvendak die codes der geschlechter. im schematischen ablauf von annäherung und erstem kontakt, zerwürfnis und endlichem zusammenfinden werden so viele geschlechterstereotypien übereinander gelegt, dass jegliche individualität schwindet. als grundlage dazu dienen anleitungen zum drehbuch- und stückeschreiben, wie etwa das buch "screenwriting" syd field, die in ihrer formelhaftigkeit einen universalitätsanspruch erheben.

auch sex and crime gehörten schon immer zum mainstream. die anfängliche untrennbarkeit von liebe und gewalt wird in der performance durch das erzählen der gemeinsamen geschichte von mann und frau entworren und vereinfacht. aus der verwirrung zwischen den geschlechtern und der unaushaltbaren spannung zwischen liebe und tod bildet sich allmählich die geregelte ordnung eines paares, die basis für familie und staat sein soll.

bei einem ad-hoc-filmdreh auf der bühne wird das making-of eines filmes inszeniert, welches dem publikum zwar einblick hinter die kulissen gewährt, es jedoch bis zur präsentation des filmes in einem ständigen informationsdefizit belässt. dabei inszenieren sich beide geschlechter – wie in der pornoindustrie abstrakt auf ihre körperlichkeit reduziert – in der rolle absoluten genusses und wohlbefindens. in der trauten schlusspose des paares wird ein idyll der gemeinsamkeit konstruiert, das den bogen von der nicht narrativen, aus anleitungen bestehenden performance zum mainstreamtauglichen film schlägt.

quelle: gessnerallee.ch

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